Feuer

Es ist wärmt, sorgt für Helligkeit und tolle Stimmung in der Nacht, man kann das Essen darauf und darin zubereiten, doch gilt es einige wichtige Regeln zu beachten. Wer leichtfertig mit dem Feuer umgeht, bringt sich und andere in grosse Gefahr!

Bei grosser Trockenheit sollte nur mit sehr grosser Vorsicht Feuer entfacht werden. An vielen Orten wird zu solchen Zeiten mit Flyern und Tafel, aber auch Radiomeldungen dann davor gewarnt. Bitte respektiert das unbedingt!

Entfernt rund um die Feuerstelle trockenes Laub, Äste und anderes das schnell Feuer fangen könnte. Glut und fliegende Funken entfachen schnell ein ungewolltes Feuer. In diesem Sinne ist es auch sehr wichtig mit dem Brennholz auch gleich Material zum Löschen des Feuer bereit zu legen. So dass man am Schluss nicht mehr gross danach suchen muss.
Zum Löschen könnt ihr natürlich Wasser verwenden, Reste von Getränken, Erde oder auch grosse Steine auf den Rest der Glut legen.

 

 

Die Feuerstelle vorbereiten

Damit sicher das Feuer hoffentlich nur auf die Feuerstelle beschränkt, legt man am einfachsten einen Kreis aus Steinen an. Wenn es windig ist, kann es auch sinnvoll sein, eine kleine Mulde zu graben. So kann das Feuer gut entfacht werden und wird nicht gleich ausgeblasen.

Auf der Zeichnung seht ihr verschiedene Arten wie ihr das Holz stapeln könnt. Wichtig ist, dass ihr mit leicht brennbaren Sachen im Innern beginnt, also Zeitungspapier, Zunder, Stroh, dünnen trockenen Ästen und erst dann dickere Äste die länger brennen, aber auch schwerer entflammbar sind.
Wichtig! Achtet darauf, dass Euer Holzhaufen nicht zu "dicht" ist. Damit Feuer brennen kann, braucht es Luft! Kommt nur wenig Luft zum Feuer, wird es schnell ausgehen!

Bereit einen kleinen Haufen mit verschiedenen Holzdicken vor. So könnt ihr gleich zu Beginn gut nachlegen und das Feuer in Gang bringen.
Wichtig! Wenn das Feuer dann richtig brennt, lauft nicht alle los und holt Holz zum nachlegen. Sorgt dafür dass das Feuer von mindestens einer Person kontrolliert wird! Diese Person kann dann Holz nachlegen und wenn sich das Feuer durch Funkenflug oder "springende" Glut verselbstständigt, diese kleinen Brandherde wieder löschen.

 

Feuer anzünden

Zum Feuer anzünden eignen sich natürlich Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Bei den Streichhölzer gibt es auch spezielle, welche auch wenn sie nass geworden sind, noch entflammbar sein sollten. Sind sie jedoch aufgeweicht, wird auch das schwierig.
Stellt fest, von welcher Seite her leichter Wind auf Eure Feuerstelle zieht und zündet das Feuer von der Seite her an. So wird es gut angefacht ohne dass ihr ständig pusten müsst.

Auf den folgenden Bildern zeigen wir Euch, wie Ihr Feuer auch mit anderen Mitteln entfachen könnt, wenn ihr keine Streichhölzer oder ein Feuerzeug mit dabei habt.

Wichtig! Was ihr bei allen dieser Alternativen Methoden unbedingt benötigt, ist ein guter Zunder! Das kann ganz feines sehr trockenes Stroh/Gras sein, aus einem alten Vogelnest Stroh mit Federn, vielleicht habt ihr etwas Watteähnliches dabei, auch ein weichgeriebenes in einzelne Lagen zerteiltes Taschentuch könnte funktionieren.
Denn alle diese alternativen Methoden haben entfachen keine Flammen! sondern nur Glut! Diese müsst ihr ohne dass sie ausgeht auf den Zunder bringen und mit vorsichtigem Pusten zu kleinen Flammen anfachen. Den Zunder könnt ihr dann auf/in das vorbereitete Lagerfeuer geben und dieses in Brand setzen.

 

Funkenstab und Stahl

 

 

Bogen und Stock

 

 

Stock drehen oder reiben

Mit einer Lupe, Hohlspiegel oder auch einer Brille

 

 

Damit man überhaupt Feuer machen kann, braucht es verschiedene Grundmaterialien, die man zuerst zusammen suchen sollte.

Zunder:

Zunder beschreibt hier verschiedene Materialien wie ganz feines Heu, absolut trockenes Moos, Birkenrindefaser, trockene Grassamen, Spinnennetze usw. Im Prinzip alles was sich auch mit minimalster Glut oder einem Funken entzünden lassen kann.

Birkenrinde und Harze brennen schnell und gut! Hat man also einmal mit einem Funken eine Flamme zustande gebracht, sollte man eines dieser Beiden Dinge schnell zugeben. Vorsicht beim Harz. Dieses tropft in brennendem Zustand. Kommt es auf die Haut, klebt es-brennt weiter und kann böse Verbrennungen zur Folge haben!

Natürlich sollte man genügend dünne/trockene Äste breit legen. Tannenäste mit trockenen Tannennadeln eignen sich sehr gut um kleine Flammen zu füttern.

Achtet darauf dass das Feuer genügend Luft erhält, sonst erstickt ihr die Flammen bevor das Feuer richtig brennt. Am Besten achtet man sich noch vor dem Feuer machen, aus welcher Richtung zum Beispiel der Wind bläst.

Hat man es also geschafft, dass einmal ein kleines Feuer brennt, kann man damit beginnen dickere trockene Äste nachzulegen. Brennen auch diese, kann je nach Witterungslage natürlich auch "feuchteres" Holz nachgelegt werden. Aber immer mitdenken, altes Holz welches sich bereits so mit Wasser voll gesogen hat, dass es tropft wie ein Schwamm, ist auch bei einem grösseren Feuer keine "gute" Wahl ;)